Auswärtserfolg im Schlussspurt
  03.02.2020 •     TSV Schmiden Handball Männer Männer 1

Moritz Klenk

Der TSV Schmiden gewinnt bei der SG Weinstadt mit 30:24.

Es war diese Auszeit in der 48. Spielminute, die den Handballern des TSV Schmiden am Samstagabend den Weg zum Sieg gewiesen hat. Es war der Hinweis des Trainers Slavko Pustoslemsek an seine Spieler, in der Abwehr konsequenter und im Angriff fokussierter zu arbeiten. So entwickelte sich aus einem 22:22-Unentschieden in den folgenden Spielminuten eine Führung für die Gäste, und am Ende stand der 30:24-Erfolg gegen den Verbund der SG Weinstadt. „Wir hatten davor Pech im Abschluss, waren aber auch schlampig bei unseren Tormöglichkeiten. Und in der Verteidigung waren wir nachlässig geworden“, sagte Slavko Pustoslemsek. Letztlich war er aber zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, die nach dem zwölften Saisonsieg mit nun 25:7 Punkten wieder an die Tabellenspitze der Württemberg-Liga gesprungen ist – weil der Ligakonkurrent VfL Waiblingen (23:5 Punkte) am vergangenen Wochenende spielfrei war. Nun steht den Schmidener Handballern ein spielfreies Wochenende bevor.

Beim Aufsteiger SG Weinstadt, der vom ehemaligen Schmidener Manuel Mühlpointner trainiert wird, hatten die Gäste zur Halbzeit eine 16:12-Führung herausgespielt. Das lag zum einen daran, dass sie die Konter der Gastgeber unterbanden und in der Abwehr robust standen. Das lag aber auch an der flexiblen Offensive, in die viele Akteure eingebunden waren. Zum Beispiel der Kreisläufer Marco Kolotuschkin, der die Anspiele von Lukas Lehmkühler, Moritz Klenk oder auch Matthias Fischer verwertete. Oder auch Matthias Fischer und Lukas Lehmkühler selbst, die immer wieder aus dem Rückraum trafen. Moritz Klenk zeigte erneut eine dieser Vorstellungen, bei denen er zwar nicht so sehr als Torschütze glänzt, im Abwehrverbund aber wichtige Arbeit verrichtet und mit seiner umtriebigen Spielweise im Angriff die Räume für seine Mitspieler schafft. Er verdiente sich jedenfalls ein Sonderlob seines Trainers.

Fabian Baldreich dagegen hinkt weiterhin seiner Form aus der vergangenen Saison hinterher, doch das hat vor allen gesundheitliche Gründe. Auch gestern plagten ihn wieder Schmerzen im Wurfarm, sodass er nur wenig Spielzeit bekam. Slavko Pustoslemsek hofft aber, dass der wurfgewaltige Rückraumspieler in den verbleibenden Spielen dieser Saison noch ein wichtiger Baustein werden kann. Vielleicht schon nach dem spielfreien Wochenende im Spitzenspiel am 14. Februar gegen den VfL Waiblingen.

TSV Schmiden: Maximilian Baldreich, Dürr – Fischer (9/1), Lehmkühler (7), Kolotuschkin (6), Klenk (3), Acker (2), Fabian Baldreich (1), Fesser (1), Freyhofer (1), Crone, Maurer, Weiß.

erstellt von Maximilian Hamm von der Fellbacher Zeitung