Das erste große Fest besteht den Corona-Test
  17.08.2020 •     TSV Schmiden Handball Männer Frauen

Plexiglasscheiben schützten Gäste und Helfer bei der Hocketse. Foto: Eva Herschmann

Schmidens Handballer feiern zwei Tage mit fast 400 Gästen, vielen Auflagen und mit Spaß die 17. Brunnenhocketse.

Ein Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamts zählte zu den frühen Gästen bei der 17. Brunnenhocketse in Schmiden. „Es ist die erste größere Veranstaltung in Fellbach seit Langem, da wird natürlich genau hingeschaut. Aber er war zufrieden mit dem, was und wie wir es gemacht haben, und hat alles abgenickt“, sagte Wolfgang Bürkle, der Leiter der Handballabteilung des TSV Schmiden, dem Gastgeber der Hocketse.

„Wir haben mit 15 Leuten aufgebaut“, erklärte Wolfgang Bürkle. Die Brunnenhocketse unter Corona-Bedingungen erforderte eine Menge mehr an Vorbereitungen und Vorkehrungen als gewöhnlich. Ein Bauzaun ermöglichte auf dem Otilia-Frech-Platz einen kontrollierten Einlass mit Ein- und Ausgang. Ein Ständer mit einem Desinfektionsmittelspender stand bereit, und wer in das umzäunte Gebiet hinein wollte, wurde registriert. Plexiglasscheiben schützten Gäste, von denen am Samstagabend rund 200  kamen, ebenso wie die Helfer bei der Essens- und Getränkeausgabe. Die Sitzgarnituren vor und in der Scheune des Großen Hauses waren in vorgeschriebenem Abstand zueinander aufgebaut.

In den mit der Stadtverwaltung Fellbach vereinbarten Sicherheits- und Hygienerichtlinien stand auch, dass auf Händeschütteln, in Arm nehmen oder jubeln in der Gruppe „zu verzichten“ sei. Musik fehlte in diesem Jahr aber nicht deshalb. Die ursprünglich engagierte Band habe nicht mehr damit gerechnet, dass die Hocketse stattfindet, erklärte Wolfgang Bürkle. „Zwei der Musiker sind im Urlaub.“ Partystimmung war aber auch gar nicht erwünscht, sondern ein fröhliches Beisammensein. „Und dass die Leute solche Veranstaltungen vermisst haben, merkt man daran, dass trotz des heftigen Regengusses zum Auftakt am Samstag der Platz bald danach trotzdem gut voll war“, sagte Bürkle, der allerdings den einen oder anderen älteren Bekannten vermisste – wofür er aber Verständnis hat.

Vor Publikum verkündete der Handball-Chef die Sieger des Puma-Spendenlaufs mit bis jetzt 153 Teilnehmern. Während der Lauf für den guten Zweck für Einzelläufer verlängert wurde, fand die abschließende Siegerehrung für die Mannschaftswertung im Rahmen der Brunnenhocketse statt. Das Team „Eskalation“ um Kai-Uwe Schenk, der bei den Minis des TSV mit dem Ballspiel begann und bis heute dabei ist, gewann mit 55 Läuferinnen und Läufer auf der Strecke. Platz zwei ging an die vielköpfige Familienbande um den Handball-Chef, die „Wollnys“, mit 32 Mitgliedern. Dritte wurde die 14-köpfige Laufgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Schmiden um den Abteilungskommandanten Rainer Lebherz. Wie viel Geld der Spendenlauf für die Handballabteilung, vor allem die Jugendarbeit, eingebracht hat, steht noch nicht fest. „Weil zum Schluss das Interesse so groß war, lassen wir die Aktion bis 31. August weiterlaufen“, sagte Wolfgang Bürkle.

Der Handball-Chef war nicht nur mit der Beteiligung beim Laufen zufrieden, sondern auch mit dem Verhalten der insgesamt fast 400 Hocketse-Gäste an beiden Tagen. „Es lief alles geregelt ab. Am Samstagabend habe ich eine Viertelstunde vor Schluss die letzte Runde angekündigt, jeder hat sich noch was bestellt und ist nach Hause gegangen“, sagte Wolfgang Bürkle.

erstellt von Eva Herschmann von der Fellbacher Zeitung